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Bindung und Trennungsstress

Hilfe für Deinen Hund bei Trennungsstress: Ausführliche Tipps vom Hundetrainer

Dein Hund ist in hohem Maße von Dir abhängig: Du bestimmst, wann er frisst, wann er sich lösen darf und wann es zum Spaziergang geht. Diese Abhängigkeit ist gewollt und nötig, da Du als Führungsperson Deinen Hund durch die für ihn herausfordernde Umwelt leitest. Ohne Dich wäre er schnell verloren, könnte sich nicht selbst versorgen und würde in große Schwierigkeiten geraten.

Warum ist die Bindung zwischen Dir und Deinem Hund so wichtig?

Die enge Bindung zwischen Dir und Deinem Hund ist nicht in jeder Situation möglich oder erwünscht. Viele Hundebesitzer können ihre Vierbeiner nicht mit zur Arbeit nehmen, und an vielen Orten wie Arztpraxen, Zoos oder Schwimmbädern sind Hunde nicht erlaubt. Dein Hund muss also allein zu Hause bleiben – und das möglichst entspannt.

In meinem beruflichen Alltag als Hundetrainerin begegne ich regelmäßig Hunden, die gestresst sind, sobald ihre Bezugsperson den Raum oder das Haus verlässt. Oft ist der Grund dafür eine zu enge Bindung und die Tatsache, dass diese Hunde nie gelernt haben, auch mal ohne ihren Menschen zu sein. Daher ist es immens wichtig, dass Dein Hund von Beginn an, also ab seinem Einzug – egal ob Welpe oder erwachsener Hund – lernt, allein zu bleiben.

Typische Alltagssituationen und ihre Auswirkungen

Stell Dir eine typische Situation vor: Du und Dein Hund liegen auf dem Sofa und ruht Euch aus. Du stehst auf – Dein Hund steht auf. Du gehst auf die Toilette – Dein Hund folgt. Du tust nichts dagegen. Für Deinen Hund bedeutet das: Mein Mensch lässt mich folgen und findet es toll, dass ich das tue. Also werde ich ihn immer auf die Toilette begleiten.

Was bedeutet das für Bindung, Trennungsstress und allein bleiben?

Hunde sind Gewohnheitstiere. Sie lernen durch Wiederholung. Hat Dein Hund Dich in der Eingewöhnungsphase überall hin begleitet – auf die Toilette, in die Küche, in den Wäschekeller – und verschwindest Du plötzlich durch die Wohnungstür, ist Dein Hund verwirrt. Er weiß nicht, wohin Du gegangen bist und wie lange Du wegbleibst. Verständlich, dass ein Hund, der es gewohnt ist, 24 Stunden mit seinem Menschen zusammen zu sein, nun vollkommen verwirrt ist. Hier beginnt der Trennungsstress: Dein Hund sucht, ruft und wird frustriert. Manche Hunde werden panisch, können plötzlich nicht mehr einhalten und machen in die Wohnung. Andere zerstören Möbel oder bellen und jaulen stundenlang.

Einfache Trainingsmethode für entspanntes Alleinbleiben

Es gibt jedoch eine einfache und zeitsparende Trainingsmethode, die eigentlich gar kein Training ist: Die zu enge Bindung zwischen Dir und Deinem Hund, die Trennungsstress auslöst, muss durch eine gesunde, wohlwollende Distanz abgelöst werden.

Signalisier Deinem Hund schon kurz nach seinem Einzug, dass er nicht überall hin folgen muss oder darf. Dies kann durch ein einfaches Signal wie „Geh ab!“ geschehen, indem Du Deinen Hund gleichzeitig sanft wegschiebst. Hierbei ist es wichtig, Deinen Hund nicht zu erschrecken oder böse zu werden. Das Ziel ist, Deinem Hund zu vermitteln, dass es nicht nötig ist, immer zu folgen. Die Art und Weise sowie die Intensität dieses Signals müssen individuell an Deinen Hund, Dich und Eure Vertrauensbasis angepasst werden.

Konsequente Anwendung und positive Ergebnisse

Wenn Du diese Methode konsequent beibehältst und Dich nicht mehr überall hin von Deinem Hund verfolgen lässt, werden sich zeitnah Erfolge beim Training des Alleinbleibens einstellen.

Schrittweise Übung des Alleinbleibens

Wichtig ist, dass es unfair wäre, einen neu eingezogenen Hund sofort stundenlang allein zu lassen. Entspanntes Alleinbleiben muss von Beginn an kleinschrittig geübt werden. Weitere Informationen dazu findest Du in einem separaten Blog-Beitrag.

Professionelle Unterstützung für Hundebesitzer

Hat Dein Hund Probleme mit dem Alleinbleiben oder möchtest Du von Anfang an alles richtig machen? Melde Dich gerne bei mir und wir vereinbaren einen Beratungstermin!

Weitere Tipps und Beratung:

  • Übung des Alleinbleibens: Kleinschrittiges Training von Anfang an.
  • Gesunde Distanz: Aufbau einer gesunden, wohlwollenden Distanz.
  • Individuelle Anpassung: Signale und Trainingsmethoden an Hund und Mensch anpassen.

Kontaktier mich für professionelle Unterstützung und Tipps zum entspannten Alleinbleiben Deines Hundes!