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Nein heißt Nein! … auch im Hundetraining

Grenzen setzen im Hundetraining: Wie ein klares „Nein“ richtig funktioniert

Im Hundetraining gibt es viele Begriffe für das, was wir als „Nein“ verstehen – ob Grenze, Verbot oder Korrektur. Die Bedeutung bleibt immer gleich: Der Hund soll unerwünschtes Verhalten abbrechen oder gar nicht erst beginnen.

In akuten und oft sogar gefährlichen Situationen zeigt sich die Wirksamkeit eines klaren „Neins“. Wenn der Hund kurz davor ist, einen Giftköder zu fressen oder auf eine befahrene Straße zu rennen, reagieren wir instinktiv mit einem deutlichen NEIN! Die Kombination aus unserer Stimme, Haltung und dem richtigen Timing sorgt dafür, dass der Hund die Korrektur sofort versteht und annimmt. Diese klare Kommunikation ist entscheidend, besonders wenn es um die Sicherheit des Hundes geht.

Im Alltag hingegen sieht es oft anders aus. Es gibt zahlreiche Momente, in denen wir unsicher sind oder das Verhalten des Hundes nicht konsequent korrigieren. Vielleicht, weil wir gerade keine Zeit haben oder das Verhalten nicht als dringend empfinden. In solchen Fällen neigen wir dazu, nachzugeben – und der Hund merkt schnell, dass er verhandeln kann. Dies schwächt unsere Glaubwürdigkeit, die jedoch notwendig ist, damit der Hund unsere Grenzen respektiert. Hunde sind Opportunisten und suchen immer nach dem für sie besten Ausgang einer Situation.

Wie bleiben wir glaubwürdig?

Die Antwort ist simpel: Setze nur dort klare Grenzen, wo es wirklich wichtig ist. Anstatt in jeder kleinen Situation zu korrigieren, solltest du dich auf die Dinge konzentrieren, die dir wirklich am Herzen liegen.

Beispiel: Ist es dir wichtig, dass dein Hund nicht vor dir läuft? Dann musst du das klar und konsequent vermitteln. Oder möchtest du eher, dass er nicht an der Leine zieht? Bevor du beginnst, Korrekturen vorzunehmen und Regeln aufzustellen, ist es entscheidend, dir über deine eigenen Prioritäten im Klaren zu sein. Nur so kannst du mit Überzeugung handeln und deinem Hund klare Signale senden.